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„Tödliches Erbe“ von Amanda Cross

Amanda Cross enttäuscht mich nie, wenn es um die Ermittlungen ihrer feministischen Literaturprofessorin Kate Fansler geht. Denn noch bevor die Leiche auftaucht, begegnen mir auf den ersten 40 Seiten die Namen von Virginia Woolf, Rose Macauley und Elizabeth Bowen. Ihre Romane sind immer von zahlreichen literarischen Hintergrundsinformationen begleitet, die wie intellektuelles Seidenpapier sanft den Kern„„Tödliches Erbe“ von Amanda Cross“ weiterlesen

„Das Irgendwo-Haus“ von Helen Oyeyemi

Mit ihren schwarzen Eltern aus Kuba nach England gekommen, wird Maya schwanger von ihrem jüdischen Freund Aaron und während das Kind langsam in ihr wächst, erinnert sie sich ihrer eigenen Kindheit und der Geschichten ihrer Mutter, die von Yoruba-Göttern und Urgroßmüttern handeln, die noch als Sklaven auf Kuba lebten. Maya wurde in einer katholischen Nonnenschule„„Das Irgendwo-Haus“ von Helen Oyeyemi“ weiterlesen

„Das Meer der Libellen“ von Yvonne Adhiambo Owuor

Was für ein wunderbares Buch! Yvonne Adhiambo Owuor hat mich mit dieser vielschichtigen Geschichte geradezu verzaubert, begeistert, in ihren Bann gezogen: Ayaana liebt das Meer, lebt auf einer Insel im Nordosten Kenias und leidet unter Ausgrenzung und Ablehnung. Denn ihre Mutter ist von ihrer Familie verstoßen worden, als sie fortging und gilt als Hure, seit„„Das Meer der Libellen“ von Yvonne Adhiambo Owuor“ weiterlesen

„Flamingo“ von Rachel Elliott

Daniel, der immer in Reimen spricht, wenn er gestresst ist und Rae, die sich am liebsten auf die Insel in ihrem Kopf zurückzieht, kannten sich bereits als Kinder und sind irgendwo in den letzten dreißig Jahre ihres Lebens der Gesellschaft und sich selbst verloren gegangen. Daniel landet nach einer schmerzhaften Trennung auf der Straße, währen„„Flamingo“ von Rachel Elliott“ weiterlesen

„Wie die einarmige Schwester das Haus fegt“ von Cherie Jones

Wie gelingt es dieser Autorin nur, eine durch und durch traurige Geschichte so zu erzählen, dass Menschlichkeit und Liebe durchscheinen und die Hoffnung derer begründen, die an ihrem Leben festhalten, auch wenn es eine trügerische ist! Auf Barbados lebt Lala mit ihrem kriminellen Freund Adan zusammen. Sie ist hochschwanger und aus prekären familiären Bedingungen entkommen,„„Wie die einarmige Schwester das Haus fegt“ von Cherie Jones“ weiterlesen

„Delphi“ Clare Pollard

Ich mag diesen Hang zu Selbstironie und schwarzem Humor, der vielen britischen Autorinnen zueigen ist, und Auch Clare Pollard tischt ein gerüttelt Maß an Sarkasmus auf, wenn sie in diesem Roman das Familienleben der Ich-Erzählerin (verheiratet, ein Kind) während des Lockdown in London beschreibt. Sie bedient sich dabei gekonnt der Flucht in griechische Mythen und„„Delphi“ Clare Pollard“ weiterlesen

„Unberechenbar“ von Dana Spiotta

Eine Frau im Ausnahmezustand. Ja, das ist sie, Sam, 53 Jahre alt und in den Wechseljahren. Sie zieht von zuhause aus und ruiniert damit die Beziehung zu ihrer Tochter, während ihr Mann ihr nachsichtig lächelnd weiterhin Unterstützung zahlt. Sie geht sogar noch mit ihm ins Bett, während sie gleichzeitig versucht, unabhängig zu werden. Hormonell gesteuerte„„Unberechenbar“ von Dana Spiotta“ weiterlesen

„Verleugnen“ von Tsitsi Dangarembga

Es ist ein schmerzhaftes Buch, ein schmerzhafter Prozess, in dem es um die Jugend der jungen Tambu geht, die in Rhodesien auf eine weiße Nonnenschule geht, während im Land der Befreiungskrieg tobt. „Ich saß jetzt tief in der Maschine, die Menschen den Tod brachte, und ich war unerträglich versteinert, weil ich mich im Bauch des„„Verleugnen“ von Tsitsi Dangarembga“ weiterlesen

„Waren wir doch Teile voneinander -Geschichten von berühmten Schwestern“ von Gunna Wendt

In diesem Buch, das ganz besonders durch seine wunderschönen Illustrationen von Hannah Kolling überzeugt, porträtiert Gunna Wendt die Geschwisterbeziehungen von vierzehn Schwestern- und zwei Schwester-Bruder-Paaren. Dabei werden die gemeinsame Kindheit beschrieben sowie die Biografien der beiden jeweils kurz umrissen und durch Zitate ergänzt. Auf diese Weise lernen wir beispielsweise Jenny von Droste-Hülshoff kennen, die ältere„„Waren wir doch Teile voneinander -Geschichten von berühmten Schwestern“ von Gunna Wendt“ weiterlesen

„Schöne Mutanten“ von Deborah Levy

Ich liebe die Romane von Deborah Levy und mit diesem, ihrem ersten Roman überhaupt, hat sie mich wieder einmal überrascht, herausgefordert und begeistert: Eine große Verlassenheit treibt Lapinski um, die Protagonistin dieses merkwürdig apokalyptischen Romans, die fremd in der Welt ist, seit sie als Waise von Moskau nach London kam. Eine ihrer Freundinnen ist Dichterin„„Schöne Mutanten“ von Deborah Levy“ weiterlesen