„Liebe deine Nachbarn wie dich selbst“ von Louise Candlish

Horrorshow Nachbarschaft! Hammer, Heavy Metal und Mauerschrott  fliegen einem ab dem ersten Kapitel um die Ohren und vermiesen das gemütliche Leben in Lowland Ways, einem gentrifizierten Wohngebiet des südlichen Londons. Die Bewohner, die neben ihrem sozialen Aufstieg einem Autofreien Sonntag für die Kinder sowie einer Schwanenwache für den Nachwuchs im Park frönen, fühlen sich durch„„Liebe deine Nachbarn wie dich selbst“ von Louise Candlish“ weiterlesen

„Dunkelblum“ von Eva Menasse

Eine satirische, unterhaltsame Farce hat sie geschrieben, die Eva Menasse, die 1989 in einem fiktiven österreichischen Dorf an der ungarischen Grenze spielt und die Grenzöffnungen parallel zu einem Leichenfund und der Suche nach einem Massengrab vom Ende des zweiten Weltkriegs in Szene setzt. „Es ist, als ob die Landschaft, die hier erst noch wie eine„„Dunkelblum“ von Eva Menasse“ weiterlesen

„Das Nest“ von Katrine Engberg

Katrine Engberg, die erst 2016 mit „Krokodilwächter“ ihr Krimidebüt gab, hat mittlerweile fünf Bücher um die Ermittler Jeppe Körner und Annette Werner geschrieben. Der vierte Teil ist gerade auf deutsch erschienen und hat mich, anders als sein Vorgänger, wieder überzeugt. Das liegt vielleicht auch daran, dass Annette Werner aus dem Mutterschutz zurück ist und dieser„„Das Nest“ von Katrine Engberg“ weiterlesen

„Die Wälder“ von Melanie Raabe

Melanie Raabe hat mich bereits mit ihrem Debüt „Die Falle“ überzeugt und dieser Thriller ist wieder voll psychologischer Spannung und liest sich weg wie nichts. Sie ist eine Meisterin des Cliff-Hangers und der unerwarteten Wendungen. Allerdings mag ich es nicht, wenn ich das Gefühl habe, bewusst von Autor*innen in die Irre geführt zu werden und„„Die Wälder“ von Melanie Raabe“ weiterlesen

„1981“ von Eloísa Díaz

Dies ist ein Krimi und doch kein Krimi. Denn der Vermisstenfall, mit dem Kommissar Joaquín Alzada 2001 inmitten der Unruhen um die Wirtschaftskrise in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires beauftragt wird, wird letztendlich nicht gänzlich aufgeklärt. Das wirkliche Verbrechen fand fünfundzwanzig Jahre zuvor statt, als die Militärjunta das Land terrorisierte und zahllose Menschen foltern und verschwinden„„1981“ von Eloísa Díaz“ weiterlesen

„Gesang der Fledermäuse“ von Olga Tokarczuk

In bildmächtiger Sprache erschafft Olga Tokarczuk eine bedrohlich- skurrile Spannung, die es durchaus mit den Psychothrillern einer Patricia Highsmith aufnehmen kann, dabei aber ungleich poetischer und einen Tick melancholischer klingt: „Ich betrachte die Welt so wie andere Menschen eine Sonnenfinsternis betrachten.Dabei sehe ich eine Erdfinsternis. Ich sehe, wie wir blind im Dunkeln umhertappen, wie Maikäfer,„„Gesang der Fledermäuse“ von Olga Tokarczuk“ weiterlesen

„Der James Joyce-Mord“ von Amanda Cross

Der zweite Fall der Literaturprofessorin Kate Fansler aus der Feder von Amanda Cross alias Prof. Carolyn Gold Heilbrun, der 1967 erschien und nun neu im Dörlemannverlag aufgelegt wird, ist wieder ein köstliches Vergnügen. Wer allerdings einen traditionellen Krimi erwartet, wird aufs Gröbste enttäuscht, obwohl es eine Leiche gibt und ein altes, abgefeuertes Gewehr, unzählige Verdächtige„„Der James Joyce-Mord“ von Amanda Cross“ weiterlesen

„Weiter Himmel“ von Kate Atkinson

Kate Atkinson schreibt geniale Thriller, die meist parallele Erzählstränge und zahlreiche Rückblenden enthalten und nur nach und nach die Zusammenhänge preisgeben. Dabei ist sie niemals auf schreiende Effekte aus. Das Grauen kommt meist leise daher, oder erbarmungslos lakonisch. Sie hat bereits 2004 mit der Thriller-Serie rund um den Privatermittler Jackson Brodie begonnen und jetzt endlich„„Weiter Himmel“ von Kate Atkinson“ weiterlesen

„Das Leben ein ewiger Traum“ von Helene Sommerfeld

Diese routiniert geschriebene Geschichte erzählt vom Leben junger Frauen im Berlin der Zwanziger Jahre. Hauptprotagonistin ist Magda Fuchs, eine verwitwete Ärztin aus Hildesheim, die eine neue Stelle als Polizeiärztin antritt. In der Pension Bleibtreu begegnet sie der jungen Handschuhverkäuferin Doris, die von einer Karriere beim Film träumt, sowie der unglücklich verheirateten Tochter des Hauses Celia„„Das Leben ein ewiger Traum“ von Helene Sommerfeld“ weiterlesen

„Der Tod in ihren Händen“ von Ottessa Moshfegh

Der Brief im Wald, der einen Mord an einer gewissen Magda berichtet, wird von der Ich-Erzählerin Vesta, einer zweiundsiebzigjährigen Witwe, wie der missglückte Anfang einer Geschichte zerpflückt, wie von einer Lehrerin oder Lektorin korrigiert: „Das geht noch besser.“ Die Form steht zunächst an erster Stelle, der Inhalt, schockierend und widersprüchlich, nur an zweiter Stelle. Und„„Der Tod in ihren Händen“ von Ottessa Moshfegh“ weiterlesen

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