„Die Unbezwingbare“ von Katja Kettu

Lempi, eine Frau Mitte Fünfzig und ihrer Familie entfremdet, kommt nach Jahrzehnten zurück ins Ojibwe-Reservat, in dem sie als Kind einer nordamerikanischen Ureinwohnerin und eines Finnen aufgewachsen und aus dem sie später, als „Findianer“ beschimpft und gemobbt, geflohen war.  „Für mich bedeutete das ungefähr dasselbe wie dass die Verbindung zu der Welt ringsum endete, in„„Die Unbezwingbare“ von Katja Kettu“ weiterlesen

„Schwester“ von Mareike Krügel

Iulia ist eine unzufriedene, unsichere, eher unsympathische Protagonistin, die inneren Halt bei Zahlen und Zynismus sucht, einem geregelten Bankjob nachgeht und sich über die Gläubigen der Kirche ihres Mannes, der Pfarrer ist, lustig macht. Sie bezeichnet sie als „Schäfchen“, distanziert sich von der Gemeindearbeit und gibt sich redlich Mühe, eine verständnisvolle Mutter für ihren Sohn„„Schwester“ von Mareike Krügel“ weiterlesen

„Hibiskus – Einfach köstlich nigerianisch kochen“ von Lopè Ariyo

Heute wage ich eine Kochbuchrezension, denn ich habe dieses wunderschöne Buch „Hibiskus- Einfach köstlich nigerianisch kochen“ ausprobiert!Es stammt von der nigerianisch-stämmigen Londoner Autorin Lopè Ariyo und ist darauf ausgerichtet, dass man auch in Europa die nirgerianischen Gerichte nachkochen kann.Es macht soviel Spaß, wenn man in afrikanischen oder asiatischen Lebensmittelläden nach den Zutaten stöbert und sich„„Hibiskus – Einfach köstlich nigerianisch kochen“ von Lopè Ariyo“ weiterlesen

„Klasse und Kampf“ Maria Barankow und Christian Baron Hrsg.

Es scheint auf der Hand zu liegen, dass das Schriftstellerdasein mit Talent zu tun hat und mit Kreativität. Aber viel hat auch mit einem eisernen Willen zu tun, und dem Mut, sich in den Kampf zu stürzen, denn nicht jeder Autor*in wurden Geschichten vorgelesen, Bücher neben das Bett gelegt, Zeitungslektüre ermöglicht. Hier sind Texte, die„„Klasse und Kampf“ Maria Barankow und Christian Baron Hrsg.“ weiterlesen

„Abendflüge“ von Helen Macdonald

Welch wundervolles Buch! Helen McDonald schreibt so bunt, überschäumend und sprachmächtig, zart und zärtlich, dabei unglaublich kenntnisreich und vielschichtig über die Natur, die Welt, das Leben, dass man es wie einen Schatz in den Händen hält und andächtig von Geschichte zu Geschichte schreitet. Man hört das „durchsickernde Säuseln einer kleinen Brise über uns und ein„„Abendflüge“ von Helen Macdonald“ weiterlesen

„Wetter“ von Jenny Offill

So ein originelles Buch habe ich schon länger nicht gelesen! Formal durchaus anspruchsvoll fordert es besonders zu Beginn einiges an Konzentration. Splitterhaft setzt sich die Geschichte erst nach und nach zusammen, als sei sie auseinander gefallen und die Autorin sammele die Scherben ein.  „Ich war schon immer besessen von verschollenen Büchern, von all denen, die„„Wetter“ von Jenny Offill“ weiterlesen

„Konstellationen“ von Sinéad Gleeson

Wenn es um den Körper geht und seine Vermessung im faustischen Sinne von „Ach neige, Oh Schmerzensreiche“… dann macht wohl niemand Sinéad Gleeson etwas vor. Als Kind ist sie bereits mit 13 Jahren an Monoartikulärer Arthritis der Hüfte erkrankt, die schmerzhaft ist und durch wochenlange Ruhigstellung behandelt wird und ihr Krücken, den Rollstuhl und noch„„Konstellationen“ von Sinéad Gleeson“ weiterlesen

„Die jüngste Tochter“ von Fatima Daas

Meine absolute Favoritin für den internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt 2021: „Er sagt: Du bist nicht meine Tochter. Zu meiner Beruhigung verstehe ich, dass ich sein Sohn bin.“ Fatima ist die jüngste Tochter nach Paris ausgewanderter Algerier. Sie heißt nach Mohameds jüngster Tochter. Sie heißt wie eine kleine entwöhnte Kamelstute. Sie ist„„Die jüngste Tochter“ von Fatima Daas“ weiterlesen

„Country Place“ von Ann Petry

Dieses Buch der schwarzen Autorin Ann Petry von 1947 spielt in einer weißen Kleinstadt. Ich-Erzähler ist der Apotheker, aber es kommen multiperspektivisch auch Wiesel, der Taxifahrer, Johnnie, der junge Kriegsheimkehrer und seine Frau Glory sowie deren Mutter Lillian zu Wort und zahlreiche andere Bewohner des Städtchens.  Wer nicht zu Wort kommt, ÜBER wen sie reden,„„Country Place“ von Ann Petry“ weiterlesen

„Im gleißenden Licht der Sonne“ von Clare Clark

Ein Kunst-Roman im Berlin der Zwanziger Jahre!  Erzählt wird er aus drei verschiedenen Perspektiven: Julius Köhler-Schultz ist ein beinahe sechzigjähriger konservativer Kunstkritiker, der ziemlich von sich eingenommen erscheint. Seine Frau ist halb so alt wie er und verlässt ihn in einem dramatischen Kapitel gleich zu Anfang des Buches. Sie nimmt nicht nur ihren gemeinsamen Sohn„„Im gleißenden Licht der Sonne“ von Clare Clark“ weiterlesen

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